Besseres Stadt-Image durch Hessentag

Ein deutliches Ja auf die Frage, ob der Hessentag das Image der Stadt Rüsselsheim am Main verbessert hat oder nicht, gibt eine aktuelle Marktforschungsanalyse. Die repräsentative Befragung war von der Stadt beauftragt worden, um die Zufriedenheit mit dem Hessentag und die Bewertung Rüsselsheims zu messen. Zuvor wurde das städtische Image nach gleichem Verfahren im Februar 2016 gemessen. Durchgeführt wurde die Befragung von einem Marktforschungsinstitut im Juli und August 2017 mittels computergestützter, telefonischer Interviews (CATI) und auf Basis eines standardisierten Fragebogens. Die Stichprobe umfasste 800 Befragte, davon 300 Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimer sowie 500 Personen aus dem Umland, darunter 100 Personen aus Mainz und Frankfurt. Die Befragten aus Mainz und Frankfurt wurden auch um eine Bewertung ihres eigenen Wohnorts gebeten. Befragt wurden Privatpersonen ab 18 Jahren.

Der Hessentag hat in Rüsselsheim am Main höchste Bekanntheit erreicht. Alle Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimer kennen den Hessentag, ungefähr zwei Drittel haben die Veranstaltung auch besucht. Auf einer Skala von 1 bis 5 haben 84 Prozent der Befragten aus Rüsselsheim selbst und aus dem Umland den Hessentag mit der Note 1 und 2 bewertet.

„Wichtiger ist jedoch, dass die Bewertung der Stadt, also die Wahrnehmung von außen, sowohl von der eigenen Bevölkerung als auch im Umland deutlich positiver ausfällt als vor dem Hessentag“, sagt Oberbürgermeister Patrick Burghardt. Die Gesamtbewertung und Zufriedenheit mit der Stadt werden  beeinflusst von den Faktoren Image, Freizeitwert, der Bewertung als Wohnstandort und vor allem auch von der emotionalen Verbundenheit mit der Stadt. Bei den Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimern selbst hat sich die positive Gesamtbewertung ihrer Stadt (Noten 1 und 2) von 29 auf 42 Prozent verbessert, im Umland wird Rüsselsheim jetzt statt von 17 von 26 Prozent der Befragten positiv wahrgenommen. „Wir haben deutlich positive Veränderungen in der Gesamtbeurteilung erreicht. Wir wissen aber auch, das sagen uns die Experten, dass hier noch viel zu tun ist. Die Lorbeeren verpuffen, wenn keine weiteren Maßnahmen folgen, die die Verbesserungen und die damit verbundene Wahrnehmung weiter aufgreifen“, bilanziert Burghardt. Hier gebe es grundsätzlich weiteren Handlungsbedarf.

Vor allem bei den Sympathiewerten der Stadt und beim Thema Sicherheit und Sauberkeit konnte Rüsselsheim bei den Befragten nach dem Hessentag punkten. Fanden 47 Prozent der Rüsselsheimer schon vor dem Hessentag, dass ihre Stadt gastfreundlich sei, so waren es nach dem Landesfest 68 Prozent. Im Umland stieg dieser Wert von 29 auf 43 Prozent. Nach dem Hessentag bezeichnen 43 Prozent der Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimer ihre Stadt als sympathisch, 30 Prozent waren es im Jahr 2016. Die Sympathiewerte stiegen auch im Umland, wenn auch nicht ganz so deutlich. Den größten Sprung verzeichnete die Einschätzung der Befragten bei den Themen Sicherheit und Sauberkeit. 29 Prozent der Rüsselsheimer und 19 Prozent der Befragten im Umland haben vor dem Hessentag Rüsselsheim das Prädikat „sicher“ gegeben. In der aktuellen Befragung verbesserten sich die Werte auf 52 Prozent für die Einwohner selbst und 25 Prozent aus dem Umland. Auch beim Thema Sauberkeit votieren nach dem Hessentag deutlich mehr Rüsselsheimer positiv: 55 Prozent bezeichnen ihre Stadt als sauber, in 2016 waren es 33 Prozent. Im Umland stiegen die Werte von 24 auf 29 Prozent.

Auch beim Gesamtimage kommt Rüsselsheim am Main nach dem Hessentag deutlich besser weg. Bescheinigten in 2016 nur 27 Prozent, dass ihre Stadt bei ihnen ein hohes Ansehen genieße, so sind es aktuell 41 Prozent. Auch im Umland gab es eine leichte Verbesserung. Im Vergleich mit anderen Städten wie Frankfurt (69 Prozent) oder Mainz (72 Prozent) bleiben die Rüsselsheimer in der Bewertung des Ansehens ihrer Stadt noch deutlich zurück. „Hier sehe ich weiteren Handlungsbedarf. Die Befragung unterstreicht, dass wir auf einem guten Weg sind, aber das Bewertungsniveau kann noch deutlich gesteigert werden. Dazu können die Erfahrungen aus der Großveranstaltung und das, was uns die Bürgerinnen und Bürger nach dem Landesfest als Wünsche für die Zukunft mitgegeben haben, einen Beitrag leisten. Jetzt ist die Politik gefordert, dies gemeinsam mit den Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimern aufzugreifen und weiterzuentwickeln“, sagt Burghardt.