Hoch hinaus mit dem Hessentag

Ein kleines Stück Rüsselsheim liegt auch in Österreich, genauer: im Pitztal. Mit der Rüsselsheimer Hütte der Sektion Rüsselsheim des Deutschen Alpenvereins (DAV) verschiebt sich die hessische Mainspitze um 496 Kilometer Luftlinie in Richtung Alpen. Und nicht nur das: Mit dem Besuch einer 23-köpfigen Hessentagsdelegation aus Rüsselsheim ist auch der Hessentag in rekordverdächtiger Höhe angelangt. „Mit 2.323 Metern ist die Rüsselsheimer Hütte wohl der höchste Teil des Hessentags in seiner 57-jährigen Geschichte“, erklärte Oberbürgermeister Patrick Burghardt nach dem knapp zweieinhalb stündigen Aufstieg zu Fuß, bei dem es 700 Höhenmeter zu überwinden galt.

Anlass für den Aufstieg war die Fertigstellung der Rüsselsheimer Hütte, die zwischen September 2015 und Juli 2016 umgebaut und saniert wurde. Den von Rüsselsheimer DAV-Mitgliedern organisierten viertägigen Aufenthalt nutzten die städtischen Abgesandten rund um Oberbürgermeister Patrick Burghardt und Hessentagsbeauftragten Christian Vogt, um Werbung für den kommenden Hessentag in Rüsselsheim zu machen. „Dafür haben wir ganz besondere Gastgeschenke mitgebracht, um so auch aus der Ferne auf Rüsselsheim und den Hessentag zu verweisen“, sagte Burghardt und meinte damit 28 Müslischalen im Design der Hessentagsstadt sowie ein ganz besonderes Mitbringsel: Denn die Rüsselsheimer Gruppe hat ein altes Ortsschild Rüsselsheims den Berg hochgetragen, dass sie zuvor um die Höhenmeter Rüsselsheims und die Entfernung in direkter Verbindung ergänzt hatten.
 
Die Vertreter Rüsselsheim fanden während ihres Aufenthaltes vorwiegend heiteres Wetter mit viel Sonnenschein vor, auch wenn dieses am zweiten Tag von Regen unterbrochen wurde. Die Mitglieder des DAV hatten für die Rüsselsheimer Vertreter mehrere Bergwanderungen organisiert. Dazu gehörten der Aufstieg zum Gipfel des Gahwinden (2.649 Meter) und das Begehen des Klettersteigs „Kleinbärenzinne“. Höhepunkt aber sollte der Aufstieg zur Hohen Geige, dem höchsten Gipfel des Geigenkamms in 3.396 Meter Höhe, sein. Rund 200 Höhenmeter vor dem Gipfel musste die Rüsselsheimer Klettergruppe auf Grund der Wetterbedingungen am Berg umkehren. Ihr Ziel hatten sie damit aber dennoch erreicht: Die Höhengrenze von 3.000 Meter zu überschreiten und damit den Hessentag höher als Deutschlands höchsten Berg, die Zugspitze, zu tragen.