Kulturschaffende setzen Impulse für mehr „Raum für Kunst und Kultur“

© Stadt Rüsselsheim am Main / Volker Dziemballa

Die jährliche Kulturkonferenz fand dieses Mal im Ratssaal statt. Rund 40 Menschen aus kulturellen Vereinen und Institutionen, aus der Stadtgesellschaft und der Politik sowie Akteurinnen und Akteuren aus der freien Kulturszene folgten der Einladung des Kulturdezernenten und Bürgermeisters Dennis Grieser.

Neben einem Rückblick auf das kulturelle Leben der Stadt in den vergangenen zwölf Monaten gab es auch einen Ausblick auf die Auswirkungen der aktuellen Haushaltslage auf das kulturelle Leben in den kommenden Monaten. Von großer Bedeutung hierbei war die Ankündigung, dass der Kultursommer 2018 nach Rücksprache mit dem Stadtkämmerer stattfinden könne. Karin Krömer und Eckhardt Kunze von Kultur 123 Stadt Rüsselsheim stellten den Anwesenden die Zeitschiene für die Planungen des Kultursommers vor.

Darüber hinaus stand eine Nachbetrachtung des Hessentages im Mittelpunkt des Abends, wobei die Anwesenden selbst die Möglichkeit hatten, ihre Meinungen und Erfahrungen einzubringen. Die Ergebnisse fassten Eckhard Kunze (Eigenbetriebsleiter Kultur123) und Christian Reiling (Kultursteuerung) für die Anwesenden zusammen: Vielfach betont wurde die Intensivierung der Zusammenarbeit lokaler kultureller Akteure und die netzwerkstärkende Wirkung des Landesfests. Deutlich zu vernehmen war der Wunsch zur kulturellen Nutzung des Verna-Parks und des Opel-Altwerks sowie anderer öffentlicher Orte im Stadtgebiet. Auch neue Formate zu suchen und frische kulturelle Initiativen zu unterstützen wurde als wünschenswert benannt.

Im engen Zusammenhang zur Unterstützung der Kulturszene und der Ermöglichung neuer Projekte stand auch der im letzten Jahr geäußerte Wunsch nach Transparenz bei der Vergabe städtischer Mittel. Hier kündigte Bürgermeister Grieser einerseits einen jährlichen Förderbericht an und stellte andererseits die Eckpunkte der neuen Verfahrensregelungen für die Mittelvergabe vor, die er dem Magistrat vorschlagen möchte. Von inhaltlichen Förderkriterien für die Reihe Kultur im Sommer und für die freie Projektförderung hatten die Teilnehmer*innen der Konferenz 2016 vor einem Jahr abgesehen. Zukünftig sollen Projekte bis zu 2.000 EUR Fördersumme ganzjährig beantragt werden können, sofern es einen genehmigten Haushalt gibt; Fördersummen über 2.000 EUR sollen jeweils zum 15. Mai und 15. November beantragt werden können.

Der wichtigste Impuls des Abends kam aber aus der Versammlung selbst: die kulturell Aktiven wollen gemeinsam ein Konzept erarbeiten und darin aufzeigen, wie man mehr „Raum für Kunst und Kultur“ in Rüsselsheim schaffen kann. Dieses Konzept soll in das Zentrum der Beratungen bei der Kulturkonferenz im kommenden Jahr gerückt werden. Um die nächste Kulturkonferenz inhaltlich vorzubereiten, haben sich kulturell interessierte Menschen spontan bereiterklärt, zusammen mit dem Bürgermeister und der Verwaltung die inhaltliche Vorbereitung der Kulturkonferenz 2018 zu übernehmen.

Die Ergebnisse der Kulturkonferenz 2017 werden in einer Berichtsvorlage zusammengefasst und der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wird zudem in den nächsten Tagen auf der Homepage www.kulturprofil-ruesselsheim.de veröffentlicht.